Projektvorstellung

„Karambolage der Klischees“ Comenius-Projekt
am Gymnasium Geretsried


„Comenius“ ist Teil des Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Gemeinschaft, das 2007 gestartet wurde. Wie die Vorgängerprogramme Sokrates, Leonardo da Vinci und E-Learning soll das Programme für lebenslanges Lernen, neben anderen Zielsetzungen, Zusammenarbeit und Mobilität fördern und die europäische Dimension im Bildungswesen stärken.

Comenius ist auf die Schulbildung ausgerichtet und verfolgt zwei Grundziele: Entwicklung von Kenntnis und Verständnis der Vielfalt der europäischen Kulturen und Sprachen und von deren Wert bei jungen Menschen und Bildungspersonal und Unterstützung junger Menschen beim Erwerb der lebensnotwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen für ihre persönliche Entfaltung, künftige Beschäftigungschancen und eine aktive europäische Bürgerschaft.

Für die Dauer von zwei Jahren nimmt das Gymnasium Geretsried nun an einer multilateralen Schulpartnerschaft teil, die den Schülern die Möglichkeit gibt, ihre europäischen Nachbarn besser kennenzulernen. Mittels elektronischer Kommunikation können die Geretsrieder Schüler Kontakt mit ihren Partnern in Nizza, Prag und Warschau aufnehmen. Gemeinsam werden sie über zwei Jahre hinweg an dem Projekt „Karambolage der Klischees“ arbeiten und dabei Vorurteile erkennen und analysieren. Bei gemeinsamen Arbeitstreffen in allen vier Ländern wird auch ein persönlicher Kontakt zustande kommen. Alle Ergebnisse werden bei der Abschlusspräsentation in Nizza im Sommer 2012 vorgestellt.

Die Kosten für dieses Projekt werden aus Mitteln des Programms für lebenslanges Lernen (LLP) der EU-Kommission getragen. Vielfältigkeit kann eine Bereicherung, aber auch eine Quelle für Konflikte sein. Eine Annäherung der europäischen Jugend, ein besseres Verständnis des jeweils anderen, seiner Kultur, Sprache und nationalen Eigenheiten, eine Überwindung der immer noch vorherrschenden Klischees soll Ziel dieses Projekt sein. Mit Bezug auf die Fernsehsendung „Karambolage“ des deutsch-französischen Senders Arte sollen die Schüler mit Klischees konfrontiert werden, selbständig Recherchen anstellen und Dokumente für eine Ausstellung aufbereiten.

Neben dem eigentlichen Projekt geht es auch darum, bei den Schülern die Motivation für das Erlernen einer Fremdsprache zu fördern und sie zu einem regen Austausch in einem zusammenwachsenden Europa anzuhalten. Die Eckpfeiler des Projekts bilden die Treffen in den vier Partnerländern Frankreich, Deutschland, Tschechien und Polen. Zwischen diesen Treffen wird im eigenen Land gearbeitet und mittels moderner Technik kommuniziert. Da das Projekt auch bei E-Twinning, einer Internetplattform zum Datenaustausch, registriert ist, kann ein kontinuierlicher Gedankenaustausch angestrebt werden. Die Schüler sollen zum Projektthema recherchieren, Konzepte entwickeln, Passanten befragen und präsentable Ergebnisse vorbereiten.